Der Weg in die Freiberuflichkeit

Der Weg in die Freiberuflichkeit – Selbstständige Hebamme werden

Kaum eine Hebamme hat noch nicht darüber nachgedacht, sich selbstständig zu machen – sicher hast auch du bereits mit dem Gedanken der Freiberuflichkeit gespielt. 

Freiberufliche Hebammen agieren im Gegensatz zu Klinikhebammen selbstständig und außerhalb eines Anstellungsverhältnisses. Damit einhergehend ist ein höheres Maß an Selbstbestimmung in der Tätigkeit freiberuflicher Hebammen. Die Möglichkeit, sich selbst und seine ganz eigenen Vorstellungen von einer guten Betreuung zwischen Schwangerschaft und Stillzeit zu verwirklichen, ist daher zweifelsohne reizvoll.

Freiberufliche Hebammen verdienen in der Regel mehr

Auch das Gehalt fällt in der Regel höher aus als bei festangestellten Hebammen. Die Freiberufler haben ihren Stundensatz selbst in der Hand und können sich mit verschiedenen Kursen zusätzlich etwas dazu verdienen. Einziger Nachteil bringen dabei die hohen Abgaben freiberuflicher Hebammen. Sie müssen selbst ihre Abgaben für Kranken-, Sozial-, Pensions- und Berufshaftpflichtversicherung tragen.

 Solltest du dich dazu entschließen, den Weg in die freiberufliche Hebammenarbeit zu gehen, gibt es vorher eine Menge zu bedenken – hier ist gute Vorbereitung und Organisation für einen erfolgreichen Neustart alles. Wie das aussehen kann, zeigen wir dir hier.

Freiberufliche Hebamme werden: Die wichtigsten Schritte 

Vor Beginn deiner freiberuflichen Tätigkeit sind für einen reibungslosen Einstieg einige organisatorische Schritte von Nöten. Um dich in deinem Vorhaben einer selbständigen Hebammentätigkeit zu unterstützen, geben wir dir einen groben Fahrplan zur Freiberuflichkeit an die Hand.

1. Über Voraussetzungen informieren

Dabei informieren wir dich über die Voraussetzungen für die Freiberuflichkeit, die du sowohl auf persönlicher als auch auf professioneller Ebene bestenfalls mitbringen solltest. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und die entsprechende Berufserlaubnis zur Hebamme sind dabei selbstverständlich oberste Bedingung. Zu den Voraussetzungen für deine Freiberuflichkeit geht es hier entlang.

2. Qualitätsmanagement aufbauen

Ein weiterer wichtiger Schritt ist der Aufbau eines Systems für dein Qualitätsmanagement, das von deiner Seite aus erforderlich und dessen Pflege einen nicht unerheblichen Anteil deiner freiberuflichen Hebammentätigkeit ausmachen wird. Denn wie alle anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen bist auch du als selbständige Hebamme dazu verpflichtet, deine Leistungen jederzeit nachweisen zu können. Wie das genau auszusehen hat, kannst du auf unserer Seite zu Qualitätsmanagement für Hebammen nachlesen.

3. Versicherungen abschließen

Wie bereits angedeutet, sind zu Beginn deiner Freiberuflichkeit außerdem diverse versicherungstechnische Vorkehrungen zu treffen. Obligatorisch ist der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung, die dir im Falle einer hohen Schadensersatzforderung im Rahmen deiner Hebammenarbeit Schutz bietet. Die Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung ist durch deine Selbständigkeit auch verpflichtend. Kein Muss, aber eine dringende Empfehlung für alle freien Hebammen ist eine Unfallversicherung sowie eine Rechtsschutzversicherung. Informiere dich bei uns genauer zum Thema Versicherungen in der Freiberuflichkeit.

4. Abrechnung klären

Sicherlich ist für dich auch wichtig zu wissen, wie die Abrechnung deiner Hebammenleistungen in Zukunft ablaufen wird. Du kannst wählen ob du als Wahlhebamme arbeitest und deine eigenen Tarife festlegst oder ob du direkt mit den Krankenkassen abrechnen willst.