Die beste und natürlichste Form der Säuglingsernährung ist das Stillen. Neben den für das Wachstum notwendigen Nährstoffen enthält die Muttermilch verschiedene Bestandteile, die den kindlichen Stoffwechsel, seine Darmgesundheit, sein Immunsystem sowie seine körperliche und geistige Entwicklung fördern. So kann mit Muttermilch der Grundstein für eine gesunde Zukunft gelegt werden.

Muttermilchforschung als Grundlage für die optimale Versorgung nicht gestillter Babys

Wir möchten allen Babys, auch wenn sie nicht oder nicht mehr gestillt werden, einen guten Start ins Leben ermöglichen. Unser Ziel ist ihre lebenslange Gesundheit. Dafür bauen wir unsere wissenschaftliche Expertise in der Muttermilchforschung seit über 40 Jahren gemäß internationaler Standards kontinuierlich aus. Mit der Natur als Basis und modernsten analytischen Methoden gelingen uns in unserem interdisziplinären Forschungszentrum in Utrecht immer wieder Innovationen, die dem individuellen Bedarf von Babys und Müttern angepasst sind.

Forschung mit modernsten Technologien für höchstes Niveau

Als forschendem Unternehmen steht uns ein einzigartiges, internationales Netzwerk von Wissenschaftlern im Bereich Säuglings- und Kleinkindernährung zur Verfügung. Über 300 Wissenschaftler sowie zahlreiche Kooperationen mit führenden Hochschulen und Universitätskliniken sichern unserer unternehmenseigenen Muttermilchforschung einen Spitzenplatz in der international anerkannten Grundlagenforschung. Viele unserer Forschungsprojekte werden aufgrund des hohen wissenschaftlichen Niveaus durch deutsche und europäische Forschungsmittel unterstützt. Dabei haben alle Mitarbeiter eine gemeinsame Vision: die Ernährungsbedürfnisse innerhalb der besonders wichtigen ersten 1.000 Tage von der Schwangerschaft bis zu den ersten Lebensjahren bestmöglich zu unterstützen

Unsere Studien, Publikationen und Patente

Unsere Forschungsausrichtung umfasst anerkannte klinische Studien*, die wir in Zusammenarbeit mit führenden wissenschaftlichen Zentren durchführen. Unsere Ergebnisse spiegeln sich wider in über 175 Publikationen in anerkannten Fachzeitschriften und in mehr als 50 patentierten Entwicklungen, z. B. LCP Milupan® oder den patentierten Prebiotics (scGOS/lcFOS**).

Für die Entwicklung und Herstellung qualitativ hochwertiger Produkte stehen uns modernste Produktionsanlagen zur Verfügung. Bei uns arbeiten 60 Mitarbeiter ausschließlich in der Qualitätskontrolle. Bevor Aptamil in den Handel gelangt, durchlaufen unsere Produkte über 300 Tests und Optimierungsschritte.

* Meist doppelblind, placebokontrolliert, randomisiert und multizentrisch.
** Kurzkettige Galacto-/langkettige Fructooligosaccharide.

Entscheidend für eine gesunde Säuglingsentwicklung sind unter anderem:

  • LCP (langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren) – fördern die Entwicklung von Gehirn und Sehvermögen.

  • Prebiotische Oligosaccharide (unverdauliche Kohlenhydrate) – tragen zum Aufbau einer gesunden Darmflora und zur Entwicklung des Immunsystems bei.(2)

  • Nukleotide – ein wichtiger Baustein für Wachstum und Darmreife.

  • Lactoferrin, Immunglobuline, Leukozyten, Hormone, Enzyme, Wachstumsfaktoren sowie weitere, teilweise noch unbekannte Bestandteile.

Erfolge aus über 40 Jahren Muttermilchforschung

Durch jahrelange intensive Forschungsarbeit ist es uns gelungen, die einzigartige Fettmischung LCP Milupan® zu entwickeln. Diese Fettmischung enthält langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LCP) in ähnlicher Konzentration, wie sie auch in Muttermilch zu finden sind. Sie sind besonders in den ersten Lebensmonaten wichtig, da Babys in diesem Alter LCP nicht ausreichend selbst produzieren können. Mit diesem Forschungserfolg haben wir einen Standard in der Säuglingsnahrung gesetzt.

Die patentierten Prebiotics (scGOS/lcFOS*) im Verhältnis 9:1 unterstützen den Aufbau einer gesunden Darmflora3. In Studien konnte zudem gezeigt werden, dass diese zu einem geringeren Infektions-4,5,6,8 und Allergierisiko6,7,8,9 beitragen.

Als erster Hersteller haben wir unseren Säuglingsnahrungen LCP* und scGOS/lcFOS** hinzugesetzt. Studien zeigen ihre positiven Effekte:

  • Immunsystem: signifikant weniger allergische Symptome, weniger Infektionen und weniger Antibiotika-Verschreibungen in den ersten 24 Lebensmonaten.8

  • Gehirnentwicklung: signifikant schnellere Informationsverarbeitung 6-Jähriger durch LCP-haltige Säuglingsnahrung.10

  • Stoffwechsel: signifikant reduzierter diastolischer Blutdruck von 6-Jährigen bei Ernährung mit LCP-haltiger Säuglingsnahrung.11

* Kurzkettige Galacto-/langkettige Fructooligosaccharide
** LCP = langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren

„Bei unserer Forschung lassen wir uns unter anderem von den komplexen Fettstrukturen der Muttermilch inspirieren. Weil diese Nährstoffkomponente einen positiven Einfluss auf die frühkindliche Entwicklung nehmen kann.“
Dr. Bernd Stahl, Leiter Nutricia Muttermilchforschung

Wissenschaftlicher Beirat: Unabhängige Fachexpertise

Am Puls der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Empfehlungen zu bleiben, ist uns ein essentielles Anliegen. Und obwohl in unserer ENP*-Forschung für frühkindliche Ernährung weltweit über 300 Biologen, Ernährungswissenschaftler und Ärzte arbeiten, ziehen wir bei aktuellen wissenschaftlichen Fragen zusätzlich den Rat anerkannter Experten hinzu. Aus diesem Grund haben wir einen wissenschaftlichen Beirat berufen. Dieses Gremium setzt sich aus Wissenschaftlern und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen, die den aktuellen Forschungsstand reflektieren und die Marke dabei beraten, richtige Entscheidungen zu treffen.

Dieser wissenschaftliche Beirat ist dabei unabhängig in seiner Meinung und Empfehlung – eine wichtige Voraussetzung für den objektiven Blick auf die beste Ernährung im relevanten Zeitraum der ersten 1000 Lebenstage eines Babys.

(*ENP= Early Life Nutritional Programming)

Aptamil: Höchste Qualität und optimale Produktsicherheit

Die Versorgung in der Schwangerschaft und im frühen Lebensalter hat langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes. Bereits im Mutterleib reagiert das Kind besonders sensibel auf Umwelteinflüsse – und damit auch auf Ernährung. Deshalb spielt die Qualität eine zentrale Rolle bei der Herstellung und der Verarbeitung aller unserer Produkte. Um die strengen Qualitätsstandards aller unserer Produkte zu erfüllen, überprüfen Fachleute die Produkte kontinuierlich von der Herstellung bis zum Regal. So können wir optimale Produktsicherheit garantieren.

Qualität vom Rohstoff bis zum Produkt:

  • Für alle unsere Produkte gilt: keine Kompromisse bei der Qualität. Deshalb beginnt die Qualitätskontrolle bereits beim Rohstoff. Die Landwirte und Milchbauern, die uns beliefern, erhalten exakte Vorgaben über die richtigen Anbaumethoden, um von vornherein denkbare Schadstoffbelastungen auszuschließen.

  • Die Arbeit auf den Feldern wird kontinuierlich von Fachleuten überprüft. Nur wenn sich die Lieferanten exakt an die Vorgaben halten, werden die Rohstoffe für unsere Produkte verwendet.

Testverfahren gibt Sicherheit

In unserem Werk in Fulda unternehmen wir im Herstellungsprozess alles, um optimale Produktqualität zu gewährleisten. So verfügen wir über komplexe Luftfilteranlagen und Schleusensysteme, die vor Keimen schützen und sicherstellen, dass die Produkte unser Werk in optimalem Zustand verlassen. Darüber hinaus führen wir zahlreiche Tests und Analysen während des Herstellungsprozesses durch.

Das ist aber noch nicht alles: Kein Endprodukt verlässt das Werk, ohne eine große Anzahl weiterer Kontrollen durchlaufen zu haben. Dabei verwenden wir neueste Analysemethoden. Diese besitzen häufig eine Analyseschärfe, mit der wir auch ein Salzkorn in einem großen Schwimmbecken finden könnten.

Insgesamt testen wir unsere Produkte – vom Anbau bis zum fertigen Produkt – bis zu dreihundert Mal. Zusammen mit unseren Qualitätsstandards, die häufig strenger sind als vom Gesetzgeber vorgesehen, können wir so eine optimale Produktsicherheit gewährleisten. Durch ständige Zusammenarbeit mit Ärzten und Wissenschaftlern entsprechen unsere Produkte immer dem aktuellsten wissenschaftlichen Standard.

Aptamil Studien und Kooperationen

In der ENP (Early Life Nutritional Programming)-Forschung für frühkindliche Ernährung und in den Schwestergesellschaften bilden über 300 Wissenschaftler aus

  • Biologen

  • Ernährungswissenschaftlern

  • Lebensmitteltechnologen

  • Technikern

  • und Ärzten

ein interdisziplinäres Team, das eng mit internationalen Forschungslaboren, Universitäten und Kliniken zusammenarbeitet. Diese Vernetzung garantiert, dass neueste wissenschaftliche Fragestellungen und Erkenntnisse schnell und effizient in den Forschungsansätzen berücksichtigt werden können. Zusätzlich wird die ENP-Forschung durch einen internationalen Sachverständigenrat beraten. Dieser setzt sich aus anerkannten Experten der Bereiche Pädiatrie, Allergologie und Immunologie zusammen.

Jährlich investiert Milupa sechs bis acht Millionen Euro in die Muttermilchforschung und ermöglicht damit eine Grundlagenforschung, bei der Wissens- und Erkenntnisgewinnung stets im Vordergrund stehen. Unsere Forscher sind Autoren wissenschaftlicher Lehrbücher zum Thema Säuglingsernährung und haben seit 1981 über 250 wissenschaftlicher Artikel veröffentlicht. Viele der Forschungsprojekte werden wegen des hohen wissenschaftlichen Niveaus durch europäische und bundesdeutsche Forschungsmittel unterstützt bzw. finanziert.

Forschung zu Inhaltsstoffen der Muttermilch

In den letzten Jahrzehnten konnte unsere Muttermilchforschung durch ihre wissenschaftliche Arbeit sowohl wesentliche Inhaltsstoffe der Muttermilch als auch deren messbare Vorteile für den Säugling ergründen.

Und die Forschung ist aktuell wie nie: zur Entschlüsselung der Muttermilch gehen die Wissenschaftler noch tiefer ins Detail, zum Beispiel zur Erforschung der Kohlenhydratstrukturen oder Immunzellen der Muttermilch, die von der Mutter an das Baby weitergegeben werden.

Ablauf der Muttermilchforschung

Um die komplexen Strukturen der Muttermilch besser zu verstehen, müssen die Forscher zunächst ihre Bestandteile immer weiter und feiner auftrennen:

  1. So wird die Muttermilch im ersten Schritt durch unterschiedliche Zentrifugationsverfahren in ihre Hauptbestandteile Eiweiße, Fett und Kohlenhydrate separieren.

  2. Anschließend werden diese im Chromatographen voneinander getrennt. So können die Wissenschaftler Substanzen bis in den Mikrogrammbereich erkennen. Hat die Muttermilchforschung einen neuen Inhaltsstoff entdeckt, stellt sich die Frage, was er bewirkt und wie er im großen Maßstab verfügbar gemacht werden kann. So überprüfen die Forscher zunächst an speziellen Zellkulturen mögliche Wirkungen und Reaktionen.

  3. Im nächsten Schritt erproben sie die Wirkungsweise des neuen Inhaltsstoffes – beispielsweise in einem künstlichen Darm, in dem das komplexe Zusammenspiel von Nahrung, Enzymen und Darmflora simuliert und die Effekte des neuen Inhaltsstoffes auf die Darmflora insgesamt beobachtet werden kann.

  4. Sobald sich in diesen präklinischen Studien eine positive Wirkung einer neuen Substanz gezeigt hat und die Sicherheit gewährleistet ist, gilt es, die Wirksamkeit in klinischen Studien zu bestätigen. Dazu führt die ENP-Forschung in Zusammenarbeit mit Ärzteteams umfangreiche Studien an den renommiertesten Kliniken weltweit durch.

  5. Zeigen die klinischen Studien eine positive Wirkung, beginnt die Arbeit der Produktentwicklung. Ihre Aufgabe ist es, die neuen Erkenntnisse auf ein ausgewogenes, optimal zusammengesetztes Produkt zu übertragen. Um den Herstellungsprozess optimal zu gestalten, werden in Forschungspilotanlagen die ersten „Prototypen» des neuen Produkts hergestellt, die dann in klinischen Studien untersucht werden, um die Sicherheit und Wirksamkeit nachzuweisen.

Jeder klinischen Studie gehen umfangreiche Untersuchungen im Labor voraus. Zudem wird jede Studie zunächst von den Mitgliedern einer Ethikkommission der Universitäten oder der Kliniken überprüft und einer Risikobewertung unterzogen. Nur bei absoluter Unbedenklichkeitsbewertung wird die Durchführung einer Studie genehmigt.

Besonders hohe Standards gelten bei grundlegenden Rezepturverbesserungen: Studien hierfür werden nicht nur in einem sondern gleich in verschiedenen anerkannten Zentren durchgeführt, in mehreren Ländern Europas, wenn möglich sogar weltweit. Die Prebiotics scGOS/lcFOS von Aptamil wurden beispielsweise in zahlreichen Studien getestet. An der größten der Studien nahmen über 1000 Kinder an sieben klinischen Zentren in fünf Ländern teil.

Literaturverzeichnis

Quellen

1 Powe, C. E. et al. Am J Hum Biol 2010;22(1):50-4.

2 Boden, G. et al. Acta Paediatrica 2005;84 (Suppl. 449):18-21.

3 Moro, G. et al. Acta Paediatr Suppl 2003;441:77-9.

4 Bruzzese, E. et al. Clinical Nutrition 2009;28:156-62.

5 Arslanoglu, S. et al. J Nutr. 2007;137:2420-4.

6 Arslanoglu, S. et al. J Nutr 2008;136:1091-95.

7 Moro, G. et al. Arch Dis Child 2006;91:814-9.

8 Arslanoglu, S. et al. J Nutr 2008;138:1091-5.

9 Arslanoglu, S. et al. 2011;52 (Suppl. 2):E66

10 Willatts, P. et al. Am J Clin Nutr 2013;98 (suppl.):536S-42S.

11 Forsyth, J. S. et al. BMJ. 2003;326:953,1–5.