Voraussetzungen für die Freiberuflichkeit als Hebamme

Um freiberufliche Hebamme zu werden, sind eine Berufserlaubnis und natürlich eine abgeschlossene Ausbildung zur Hebamme unerlässlich. Letzteres kann sowohl eine Fachausbildung in der Hebammenschule als auch ein Studium sein. Alle gesetzlichen Regularitäten zum Beruf und zur Ausbildung lassen sich im Hebammengesetz, auch HebG, nachlesen.

Voraussetzungen für Hebammen aus dem Ausland

Die Hebammenausbildung wird in Deutschland in der Regel auch aus weiteren EU-Ländern anerkannt. Eine Überprüfung und Anerkennung des im Ausland erworbenen Bildungsabschlusses ist dennoch nötig. Die zuständige Behörde des Bundeslandes, in dem du praktizieren möchtest, beurteilt dabei, ob die Ausbildungsinhalte mit jenen der deutschen Hebammenausbildung gleichzusetzen sind. Für alle Hebammen aus Nicht-EU-Ländern gilt es, einen Anpassungslehrgang in Deutschland zu absolvieren. Erst dann ist deine Hebammenarbeit zulässig.

Generell sind selbstverständlich auch ausreichende Sprachkenntnisse in Deutsch eine wichtige Voraussetzung für Hebammen aus dem Ausland, die in Deutschland arbeiten möchten. Der Deutsche Hebammen Verband empfiehlt hier ein C1-Sprachniveau.

Wie bei sämtlichen anderen Berufen im Gesundheitsbereich, musst auch du die gesundheitlichen Bedingungen erfüllen. Für deine freie Hebammenarbeit musst du dich beim Gesundheitsamt also regelmäßig untersuchen lassen.

Eigenschaften und Fähigkeiten einer freiberuflichen Hebamme

Wer sich für die Freiberuflichkeit entscheidet, sollte sich vorher auch über seine persönliche Eignung im Klaren werden – du wirst sehen, dass manche Eigenschaften und Fähigkeiten dir deine freie Hebammentätigkeit um einiges leichter machen. Denn die Freiberuflichkeit erfordert nicht nur ein hohes Maß an Eigenverantwortung und ein gutes Zeitmanagement, sondern auch viele wirtschaftliche, administrative sowie fachliche Kenntnisse. Als selbstständige Hebamme solltest du also auch eine gewisse Zahlenaffinität sowie Grundlagen der Betriebswirtschaft und rechtlicher Prozesse mitbringen.

Auch vor regem Selbstmarketing sollten Hebammen, die den Einstieg in die Freiberuflichkeit erwägen, keinesfalls zurückschrecken. Präsenz zeigen durch eine eigene Homepage, einen Auftritt auf Bewertungsportalen und Social Media oder durch die gute alte Visitenkarte ist für deinen Erfolg als selbständige Hebamme essenziell.

Vor Beginn deiner Freiberuflichkeit gibt es außerdem noch einiges an Organisation zu leisten. Die Sicherung des Qualitätsmanagements, der Abschluss von geeigneten Versicherungen, wie beispielsweise der Berufshaftpflichtversicherung und der Umgang mit der Abrechnung sind wichtige Schritte, die dir einen reibungslosen Start in die Freiberuflichkeit gewährleisten.